Am 5 November 2007 bin ich zu meinem Arzt gegangen, weil es mir Körperlich nicht gut gegangen ist. Als ich nach ca. 1 Stunde das Behandlungszimmer der Ärztin betrat, fragte sie mich was mir fehlen würde. Ich erklärte ihr meine Situation, als ich das tat, schaute sie immer wieder zu ihren Computer hin, und sprach mich plötzlich auf meine Blutwerte an. Sie sagte mir dass mein Blutzucker erhöht ist, und das hätte man bei der Blutentnahme im August 07 festgestellt. Sie haben den Durchschnittswert der letzten 12 Wochen errechnen können, und der Zuckerspiegel war eindeutig zu hoch gewesen. Sie versuchte mich bei einem Facharzt telefonisch unterzubringen leider ohne erfolg. Die alternative war am gleichen Tag ins Krankenhaus zu gehen, um den Blutzucker einzustellen. Ich wartete auf Manuela um ihr die Botschaft persönlich zu übermitteln, der Ärztin wäre es lieber gewesen wenn ich sofort ins Krankenhaus gegangen wäre. Die Ärztin machte noch ein Blutzuckertest und der wert war bei 17 und war eindeutig zu hoch für mich. Am späten Nachmittag, sind wir Manuela und ich ins Krankenhaus gefahren (Berlin-Weißensee),- und habe mich bei der Notaufnahme gemeldet. Der Pfleger schaute mich verwundert an, da ich ja so einen guten Eindruck machte und keine beschwerden hatte. Nun musste ich in den Behandlungsraum und dort ging es dann so richtig los, Blutdruck-Temperatur-Blutzucker und natürlich auch viele Fragen. Irgendwann brachte man mich aufs Zimmer, wo schon zwei ältere Herrn lagen, es war ein vier Bettzimmer aber alles sehr groß und schön gewesen. Die Ärzte versuchten erst mit Tabletten den Blutzucker wieder in den Griff zu bekommen, am Anfang klappte es nicht so richtig, sie sprachen dann schon davon das ich mich spritzen müsse und das ein Leben lang. Diese Aussage von einer Schwester ist zu früh getroffen worden, man hat die Dosis um eine Tablette erhöht, und es trat so allmählich eine Verbesserung meiner Situation ein. Wir waren auf einen guten Weg, ich dachte in etwa 2 bis 3 Tagen hätten wir den Blutzucker im griff, und meine liebe Frau hat mich wieder zu Hause. Ich wusste schon das dass mit dem erhöhten Blutzucker eine Lebensumstellung bedeutete, aber ich wusste auch dass das nicht von ungefähr kommt und ich die Quittung dafür bekommen habe. Wenig ist mehr, ist mein Motto, und ich muss sagen, es ist nicht die schlechteste, denn man kann es auf so vieles beziehen das es sich lohnt, es sich zu verinnerlichen. Dachte es werden jetzt noch 1 bis 2 Tage sein dann würde ich dieses Krankenhaus verlassen, alles kam ganz anders. Manuela hatte mich im Krankenhaus besucht, es ist immer sehr schön ein vertrautes Gesicht zu sehen, es war Kaffeezeit, wir setzten uns am Tisch und redeten über Gott und die Welt, und schlürfte den Kaffee. Nach einer weile, verspürte ich den Drang einmal auf die Toilette zu müssen, und suchte das WC auf. Als es um die Verrichtung ging, hatte ich keine Probleme, aber als ich sehen musste dass ich viel Blut verloren hatte, wurde mir ganz anders. Natürlich war mein erster Gedanke, die Schwester aufzusuchen, und ihr davon zu berichten was geschehen war. Sie gab mir eine Bettpfanne in der ich rein machen musste, kurze Zeit später habe ich dieses auch getan. Nochmals sagte ich der Schwester bescheit, damit sie sich das kleine Geschäft mal ansehen konnte. Sie kam und schaute, und sagte “ ich hole die Ärztin“, die nach ca: 5 Minuten auch da gewesen ist. Sie sagte eindeutig, Blut im Stuhl und sie klärte mich auf wie es weiter gehen würde. Sie sagte, “Herr Bergmann wir machen Morgen eine Darmspieglung“, um zu sehen was da Los ist. Mein erster Gedanke war Krebs, schöne Scheiße, dachte ich so bei mir. Manuela machte sich natürlich auch Sorgen, nun saßen wir am Kaffeetisch und mussten uns mit der neuen Situation auseinander setzen. Das Problem war, wenn man nicht weiß was man hat, dann ist das nicht so einfach sich auseinander zu setzen, also mussten wir warten was der andere Tag uns bringen würde. Manuela und ich saßen noch wenige Minuten beisammen, und dann ist sie nach Hause gegangen. Zwischenzeitlich bin ich noch 3-mal zum WC gelaufen, und immer dieser Anblick von… und Blut. Ich fühlte mich Körperlich eigentlich ganz gut, aber irgendwie bekam ich es mit der Angst zu tun, wenn das so weiter geht mit dem Blutverlust, dann gute Nacht Johanna. Suchte die Schwester nochmals auf, um ihr davon zu erzählen was geschehen war. Sie konnte meine Ängste verstehen, und informierte den Arzt der gerade Dienst in der Notaufnahme hatte. Nach eine weile kam die Schwester zurück, und sagte mir das der Arzt kommen würde, ich möchte mich noch ein bisschen gedulden. Nach einiger Zeit suchte mich die Schwester erneut auf und sagte mir was der Arzt nochmals gesagt hatte, wenn mir schwindelig wird sollte ich sofort bescheit sagen, ich wunderte mich bloß über diese Aussage. Aber was sollte ich in meiner Situation schon tun, das einzige zu Glauben alles wird gut. Nach einiger weile dachte ich mir so, mach dich mal zur Nacht fertig, hatte wirklich keine Lust mehr wach zu bleibe, es nervte mich irgendwie alles und nichts. Als ich mich zur Nacht frisch gemacht hatte, und fast alles erledigt hatte, aber nun spürte ich das Verlangen noch ein großes Geschäft zu machen. Und dann ist es passiert, mir wurde schwarz vor Augen und ich versuchte mich aufzurichten, was mir auch gelang, aber nur zur Toilettentür. Ich musste erkennen dass ich den Weg zum Bett und damit zur Klingel nicht mehr schaffen würde, also ging ich zurück und setzte mich auf den Toilettendeckel, und hielt mich an der Stange fest. Ich fühlte mich so Hunde elend, dass ich drauf hin mein Bewusstsein verloren habe. Als ich wieder zu mir kam, sah ich kleine Mosaiksteine und war noch nicht ganz bei mir. Aber plötzlich habe ich begriffen dass es die Mosaiksteine vom Badezimmerboden waren und ich zu Boden gegangen sein musste, raffte mich auf und versuchte den kleinen roten Alarmknopf zu drücken. Ich wusste nicht wie lange ich dort gelegen habe, fühlte mich irgendwie außer Gefecht gesetzt, es war eine schlimme Situation für mich gewesen. Nun kam die Schwester rein und sagte oh Gott Herr Bergmann, dann setzten mich die Schwestern in einem Rollstuhl, als ich so einigermaßen auf den Beinen war, musste ich noch mal fürchterlich unter mir lassen, aber in den Moment war mir alles egal gewesen, ich konnte nicht mehr. Als sie mich zum Bett gefahren haben, legten sie mir die Beine hoch wegen dem Kreislauf, kurze Zeit später hatte ich eine Infusion, die der Arzt angelegt hatte, der gesagt hatte, wenn mir schwindelig ist, sollte ich mich Melden so ein A….! Eine halbe Stunde später brachten sie mich nach unten, und die Ärztin sagte mir, dass sie eine Magenspieglung machen wollen, um zu sehen ob sich Blut im Bauch befindet. Es wäre viel schlimmer gewesen wenn es so gewesen wäre, erzählte die Ärztin. Sie konnten kein Blut im Bauchraum finden, also müsste es vom Darm kommen, die Nacht verbrachte ich auf der Intensivstation, falls noch etwas passieren sollte, es war aber alles ruhig gewesen. Am nächsten Morgen wurde ich für die Darmspieglung vorbereitet, Einlauf und so weiter, mir ist wehrend der ganzen Prozedur klar geworden, wie schön es ist, selbstständig zur Toilette gehen zu können. Die Darmspiegelung, ist nur ein Klacks gewesen, der Einlauf war mir sehr an die Substanz gegangen, ich habe heute noch daran zu knacken. Nach der Bauchspieglung danach folgte die Darmspieglung, und zum guten Schluss, gab es noch eine zweite Darmspieglung dort entnahm sie eine Gewebeprobe. Der Befund hat einige Tage gedauert, in der zwischen Zeit hat sich alles gut entwickelt, und nach dem Befund der Gewebeprobe durfte ich nach Hause gehen. Bin nur froh, dass die Ärzte kein Krebsgeschwür bei mir gefunden haben.
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